Angststörungen

Wenn die Angst krank macht

Angst kann krank machen. Die Grenze zwischen einer normalen – gesunden – und einer pathologischen – krankhaften – Reaktion des Körpers ist schmal. „Die Emotionen, die bestimmte Situationen auslösen, sind bei krankhafter Angst nicht mehr dem Sachverhalt angemessen“, sagt Hammelstein. Für die Betroffenen fühlt sich die Bedrohung zwar sehr real an, rein objektiv gibt es aber eigentlich keinen Grund, sich zu fürchten. Es kommt zum Fehlalarm. „Von einer Angststörung sprechen wir, wenn Symptome wie Schlafstörungen, innere Unruhe oder körperliches Unwohlsein den Alltag stark beeinträchtigen.“ Angst kann lähmen, wie bei der generalisierten Angststörung.

Konkrete Angststörungen

Agoraphobie: Es besteht eine Angst vor Situationen, aus denen man nicht mehr ohne Hilfe herauszukommen glaubt. Patienten mit einer Agoraphobie meiden zum Beispiel Menschenmengen, öffentliche Plätze oder Verkehrsmittel.

Soziale Phobie: Diese Angststörung äußert sich in zwischenmenschlichen Kontakten. Menschen mit sozialer Phobie haben das Gefühl, ständig im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu stehen und sich zu blamieren, wenn sie in Gegenwart anderer reden oder essen.

Spezifische Phobien: Die Angst vor Spinnen, Höhe, Blut oder dem Zahnarztbesuch kann das Leben stark einschränken. Da sich die Phobien auf ein konkretes Objekt oder eine typische Situa­tion beziehen, lassen sie sich vergleichsweise einfach behandeln.

 

Unspezifische Angststörungen

Generalisierte Angststörung: Darunter leidet, wer über längere Zeit mit seinen Gedanken in Sorgenschleifen festhängt, ständig angespannt ist und die Welt als bedrohlich erlebt. Diese Angst­störung bezieht sich nicht auf bestimmte Situationen.

Panikstörung: Die Angstattacken überkommen die Betroffenen ohne ersichtlichen Auslöser. Das Herz fängt an zu rasen, sie leiden unter Atemnot, Brustschmerzen oder Schwindel. Die Attacken sind meist nicht vorhersehbar und verschwinden wieder – erzeugen aber häufig eine Erwartungsangst, also eine lähmende „Angst vor der Angst“.

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